Willkommen zum dritten Teil meiner Serie und der Behandlung der Frage inwiefern größere Investitionen in das Hobby deine persönliche Spielqualität verbessern können.
Bisherige Erkenntnisse von mir waren:
Mehr Geld in Ausrüstung wie eine bessere Brille, 1st und 2nd Line ist oft gut angelegt und kann zu einer leichten Verbesserung des Spielerlebnisses führen, ist aber für das grundsätzliche Spiel und Spielerlebnis nicht erforderlich. (http://punktblog-punkt.blogspot.de/2014/06/airsift-pay-to-win-teil-1.html)
Eine bessere Waffe ist, wenn sie in die entsprechende Spielumgebung (Das "Meta", als Kombination aus Spielgelände/regeln/modi, Mitspielern und anderen Details, in denen man sich bewegt) passt, durchaus empfehlenswert und kann zu großen Steigerungen führen. (http://punktblog-punkt.blogspot.de/2014/06/airsoft-pay-to-win-teil-2-ansflug-ins.html)
Wir bleiben zu Beginn unseres dritten Teils beim Thema Waffen und beschäftigen und mit der Frage inwiefern der durchaus beliebte Tuningaspekt zum Thema Pay-to-Win passt.
Tuning ist im Airsoft eine ganz starke Gewissens- oder eher Meinungsfrage. Der überwiegende Teil an getunten Waffen schoss schlechter als ich es von einer Stockwaffe im Wert der Modifizierten erwarten würde und irgendwie meist sogar schlechter als ich es von einen unmodifizierten Modell gleicher Machart erwartet hätte.
Der Grund dafür ist, daß viele, wenn sie unzufrieden sind (oder auch gerne ohne erkennbaren Grund), ersteinmal anfangen ihre Waffe zu öffnen und darin rum zu schrauben, anstatt Fehler bei BBs, HopUp oder Sauberkeit des Innenlebens zu suchen. Am beliebtesten (weil billig) sind dabei Federwechsel. Danach haben die Verantwortlichen eine Waffe mit ähnlicher oder schlechterer effektiver Reichweite, gleiche bis größere Streukreise, schnellere Kugeln und je nach Regelwerk einen traurigen oder freudigen Gesichtsausdruck beim Chronen.
Selektive Wahrnehmung statt ernstzunehmendes Ausmessen sorgt bei dne meisten dann für den Eindruck ihre Waffe wäre nun besser als vorher, weil "getunt".
Selektive Wahrnehmung statt ernstzunehmendes Ausmessen sorgt bei dne meisten dann für den Eindruck ihre Waffe wäre nun besser als vorher, weil "getunt".
Warum? Die meisten Airsoftspieler haben keine Ahnung was sie tun. Sie verschlimmbessern die Waffe und "changen ein Running System" (Me so English).
Hauptproblem der meisten ist, daß sie falsche, billige BBs nutzen und nie auf die Idee kommen diese zu wechseln. (siehe Teil 2: http://punktblog-punkt.blogspot.de/2014/06/airsoft-pay-to-win-teil-2-ansflug-ins.html)
HopUp und Lauf, welche meist leichter gewechselt sind als Gearboxteile, haben ebenso auf die Flugbahn mehr Einfluss.
Aber egal welche Teile wir aus- und einbauen wichtig ist, daß dies gewissenhaft und gut gemacht wird. Dafür braucht man in erster Linie eines: Erfahrung!
Es gibt extrem wenige Leute die an fremden Airsoftwaffen basteln und dies außergewöhnlich gut machen, die meisten verschlimmbessern Waffen oder neutralisieren die neuen Vorteile gleich mit anderen kleinen Fehlern. Insgesamt glaube ich, daß der Anteil an wirklich fähigen Bastlern, denen man seine Waffe gegen Geld anvertrauen sollte unter den Airsoftspielern im Promille-Bereich liegt. Also eine Handvoll unter Tausenden.
Wenn wir also eine Waffe gut tunen wollen müssen wir uns für eine der Optionen entscheiden:
a) jemanden finden (!) und bezahlen der Ahnung hat (kostet Geld und Zeit)
b) selbst Erfahrung sammeln (kostet sehr viel Geld und noch viel mehr Zeit, macht aber unter Umständen selbst Spaß)
c) jemanden an der Hand haben und kennen, der aber meist vom eigenen und anderen Teams auch Dinge zu tun hat (kostet Zeit)
Tuningteile müssen ohnehin immer bezahlt werden.
Nun kann es also sein, daß für eine Investition eine Waffe rauskommt, mit welcher man besser in seinem Meta spielen kann. Dann wird man im Spiel mehr Spaß haben. Glückwunsch!
Der Fehlschlag ist aber genauso drin.
Insbesondere bei Fall b) wird es sehr oft so sein, daß Teile kaputt gehen, nicht 100% passen oder nicht zum gewünschten Erfolg führen. Dann müssen neue Teile ran. Mehr Zeit, mehr Geld.
Spezielles Tuning erfordert detailliertes Wissen in einigen Bereichen, insbesondere wenn es um grobe, teilweise im Millimeterbruchteilbereich liegenden, Schwankungen geht.
Ich wusste vor einigen Wochen noch nicht, daß die ProWin-G36-HopUp-Chamber etwas zu lang ist um beim Standardnozzle in einer Ares Gearbox zu funktionieren und daß die 5KU-G36-HopUp-Chamber das genau gegenteilige Problem hat und zu leichter Undichtigkeit führen kann. Also neues Chamber für 25€ oder neues Nozzle für 9€, aber wieder viel Schrauberei.
Ich wusste vor einigen Wochen noch nicht, daß die ProWin-G36-HopUp-Chamber etwas zu lang ist um beim Standardnozzle in einer Ares Gearbox zu funktionieren und daß die 5KU-G36-HopUp-Chamber das genau gegenteilige Problem hat und zu leichter Undichtigkeit führen kann. Also neues Chamber für 25€ oder neues Nozzle für 9€, aber wieder viel Schrauberei.
DAS sind Erfahrungen die man oft selber machen muss, bei denen man Geld ausgibt und welche man nur sehr selten gezielt weiter geben kann, da sie in der tiefe der Foren stehen und auch die Bastelgurus nicht jedes Teil auswendig kennen.
Ist es dann also verschwendetes Geld und verschwendete Lebenszeit?
Nein!
Airsoft und insbesondere der Spaß dabei findet nicht nur auf dem Spielfeld statt!
Wenn es mir Spaß macht Waffen zu öffnen, Fehler zu finden (ich habe am Anfang nur eigene Waffen repariert, weil ich keinen Bastler zur Hand hatte), Dinge zu tauschen, zu testen und zu probieren, herauszufinden was geht an effektiver Reichweite, dann bin ich vielleicht nicht der absolut reine Spieler, aber ich habe verdammt nochmal Spaß an meinem Hobby!
Wenn ich mir für fast 1000€ ein Federdruckgewehr und Tuningteile kaufe, auf den Schießstand gehe und teste was geht auf 3J und es dann weiß, dann war die Investition spielerisch vielleicht nicht so sinnvoll wie ein gutes SAEG-Gewehr mit hoher effektiver Reichweite, 3 Team-MGs oder 10 Tornados mit dazugehören Taschen an der CQB-Ausrüstung, aber ich bin trotzdem meinem Hobby nachgegangen, auch wenn ich dieses Gerät nicht bespielt habe oder bespielen konnte.
Wenn es mir viel Spaß macht über aufgetretene Probleme zu recherchieren, oder Menschen mit Problemen zu helfen, dann kann ich mich im Forum darüber austauschen. Diese Erfahrungen kann ich aber selbst nur sammeln wenn ich Zeit und Geld investiere.
Wenn ich Spaß an Wartung habe, dann hole ich mir wartungsfreundliche, aber auch wartungsanfällige Waffen (GBB, ICS).
Ein wichtiger Tipp aber noch dazu:
Bastelt nie an euer Hauptwaffe, wenn ihr "eigentlich" zufrieden seid!
"Never Change a Running System" ist eigentlich die beste Vorwarnung zu Verschlimmbesserungen und daran sollte man sich, bei einer anständigen Waffe auch halten.
Der enorme Spaßverlust, wenn ihr kurz vor dem Spiel ("Nur mal das eine HopUpGummi testen.") eure Waffe in einen schlechtern oder ganz spieluntauglichen Zustand versetzt ("KLACK" - "War das das HU-Chamber?"), ist durch nichts auszugleichen, außer eine gleichwertige oder bessere Waffe im Vergleich zum Zustand davor.
Der enorme Spaßverlust, wenn ihr kurz vor dem Spiel ("Nur mal das eine HopUpGummi testen.") eure Waffe in einen schlechtern oder ganz spieluntauglichen Zustand versetzt ("KLACK" - "War das das HU-Chamber?"), ist durch nichts auszugleichen, außer eine gleichwertige oder bessere Waffe im Vergleich zum Zustand davor.
Also: Habt immer eine zuverlässige Spielwaffe.
Wenn ihr basteln, tunen und testen wollt:
Kauft euch eine Bastelwaffe. Die kann gerne auch defekt oder spieluntauglich sein. Es kann viel Spaß machen sie aufzubereiten und ganz wichtig: Da kann man wenig falsch machen. Wenn schießt, dann besser als wie sie zu euch gekommen ist.
Wer aber eine sichere Möglichkeit hat gegen Geld und Zeit eine garantiert bessere Waffe zu machen:
Da gilt das gleiche wie direkt beim Kauf einer teuren Waffe (Siehe. Teil 2), nur daß man vielleicht ein paar bis sehr viele Euro gespart hat.
Da gilt das gleiche wie direkt beim Kauf einer teuren Waffe (Siehe. Teil 2), nur daß man vielleicht ein paar bis sehr viele Euro gespart hat.
Also kurz mein Fazit zum Thema Tuning:
1. Bastelt nicht eure Hauptwaffe kaputt!
2. Wenn es euch Spaß macht: Bastelt was das Zeug hält!
3. Richtig investierte Zeit und Geld, kann sich sehr lohnen und Geld im Verhältnis zu einer teureren Waffe sparen.
1. Bastelt nicht eure Hauptwaffe kaputt!
2. Wenn es euch Spaß macht: Bastelt was das Zeug hält!
3. Richtig investierte Zeit und Geld, kann sich sehr lohnen und Geld im Verhältnis zu einer teureren Waffe sparen.
4. Mit guten Stockwaffen spielen und HU und BBs darauf anpassen reicht für ein klasse Spielerlebnis meist voll aus.
Tuning wird für ein spaßigen Spieltag nicht gebraucht, kann aber für viel Spaß außerhalb sorgen. Das muss jeder selbst wissen.
Highcaps als Kostenersparnis
Events und Eventkosten (Erfahrung, Spielqualität, Nahrung, Medikamente)
Was ist Erfolg im Airsoft überhaupt? Sieg? Eigener Spaß?
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